Maipfeiffle

Endlich sind Bäume und Sträucher wieder grün und stehen voll im Saft. Genau das wollen wir uns zunutze machen für unser Maipfeiffle.

Denn dafür braucht man:

  • 15 - 20 cm eines möglichst geraden Astes, ohne Verzweigungen, ca. 1,5 bis 2 cm dick; Der Ast sollte besonders „saftig" sein, d.h. am besten geeignet ist Haselnuss oder Weide;
  • ein Taschenmesser mit Säge (lasst Euch bitte von Euren Eltern helfen, mit einem Taschenmesser kann man sich sehr leicht verletzen!)
Maipfeifle Anleitung

Wir schneiden die Rinde 5 cm vom unteren Rand bis aufs Holz ein (A). Am oberen Ende schrägen wir die Schnittkante zur Hälfte ab (B). Jetzt kommt das wichtigste: Die Rinde zwischen A und B müssen wir klopfen, und zwar so, dass die Rinde nicht verletzt wird. Das geht mit dem Griff des Taschenmessers sehr gut (Taschenmesser einklappen!!). Solange klopfen, bis sich die Rinde durch vorsichtiges drehen vom Holz löst.

 

Bevor man die Rinde ganz vom Holz abnimmt, schneidet man noch das Luftloch ca. 3 bis 4 cm vom Rand entfernt in die Rinde ein (C) und markiert am Holz darunter den oberen Rand des Luftloches. Die Rinde wird nun beiseitegelegt.
Vom Holzstück trennen wir das Mundstück mit der Säge des Taschenmessers an unserer Markierung ab (c). Auf der nicht angeschrägten Seite spalten wir mit dem Messer ca. 2 mm ab (d). Das fertige Mundstück wird nun wieder an ihren alten Platz in die Rinde gesteckt.

Als letztes wird nun vom verbleibenden Holzstück ein weiteres Stück von ca. 3 bis 4 cm mit der Säge entfernt (e). Das eingekürzte Holzstück wird nun von unten in die Rinde geschoben. Fertig ist das Maipfeiffle. Geschickte Spieler können durch vorsichtiges rein- und rausziehen des Unterteils sogar die Töne variieren.



Haselnuss weiss ich nicht, aber Weidenzweige geht so:

  • finger- bis daumendicken glatten(!), geraden Weidenzweig ohne Seitenaeste oder Knospen, etwa 10-15cm lang nehmen.
  • 3-4cm vom dicken Ende entfernt die Rinde bis auf das Holz durchschneiden
  • auf dem langen Teil die Rinde langsam auf voller Laenge rundherum klopfen bis sie sich vom Holz loest und im Stueck(!) ohne Riss abgezogen werden kann.
  • Kurz wieder zusammenstecken und ca 2-3cm vom gegenueberliegenden Ende eine Kerbe durch die Rinde bis in das Holz schneiden. Dies ist die Schneide- oder Anblasskante.
  • Wieder auseinanderziehen und das jetzt blanke Holz ca 4-5cm Zentimeter von der stehengebliebenen Rinde entfernt abschneiden. Das Teil mit Rinde ist das unterste Stueck der Pfeife (Teil 1)
  • Das oberste Ende des blanken Holzes an der Kerbe abschneiden, auf der Seite der Kerbe leicht abflachen (dies ist der Windkanal) und als Mundstueck leicht anschraegen (Teil 2)
  • Teil 2 am oberen Ende in die Rindenroehre schieben, die Rindenroehre auf Teil 1 aufschieben und pusten. Tonhoehe laesst sich durch teilweises Herausziehen des unteren Teiles veraendern.

Maipfeifle

Nun wird in etwa 15 cm Abstand die Rinde ringsrum vorsichtig bis aufs Holz eingeschnitten.

Jetzt kommt die wichtigste Arbeit: das Klopfen der Rinde. Hierfür die Pfeife auf eine gerade Oberfläche legen und mit einem flachen Gengenstand auf die Rinde klopfen. Jede Stelle muß exakt geklopft werden.

 

 

Wichtig: die Rinde darf dabei nicht reißen.

 

Die Pfeife einfach unter den Schlägen langsam drehen. Der Saft wird so aus der Rinde gedrückt und sie lässt sich nach etwa 5 bis 10 Min. komplett abziehen oder abdrehen. Wenn die Rinde nicht abgeht einfach weiter klopfen bis sie sich ablösen lässt.

 

Jetzt schneiden wir das Mundstück vom Innenteil ab. Am oberen Rand des Mundstücks entfernen wir etwa 2mm damit die Luft durchblasen können.

Wenn wir das Mundstück in die abgezogenene Rinde stecken müssen wir kurz hinter dem Mundstück ein Luftloch einschneiden.

 

Jetzt schieben wir vorsichtig das Innenteil in die hohle Rinde und blasen in das Mundstück. Durch Hin und Her schieben können wir die Tonhöhe verändern. Mit etwas Übung kannst Du damit richtig Musik machen. Foto: www.wildbienen.de

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Kontakt

Eva Pabst

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Telefon: 0821/6500-8126

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